Allgemein Energiewende Sie wissen genau was sie tun

Denn sie wissen genau, was sie tun. (Was tun wenn es brennt?)

Das Heizungsgesetz wird geändert, der Heizungshammer kommt weg.

Komisch dabei ist, dass es unter dem Namen gar kein Gesetz gibt, tatsächlich ist es das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und es stammte auch nicht von der Ampelregierung, sondern von der GroKo davor. Die Ampel hatte es sogar entschärft und das verpflichtende Ende für Gas- und Ölheizungen im Bestand herausgenommen.

Aber jetzt soll nicht mehr in den Heizungskeller hineinregiert werden! Tatsächlich werden mal wieder die Wirtschaft und die Bürger verunsichert. Und zu dem Phantasiegebilde „hocheffiziente Verbrenner“ kommen „Grüngas“, „Grünöl“ und „Biotreppe“ hinzu.

Was auf den ersten Blick wie eine der üblichen populistischen Dummheiten wirkt, hat aber einen tieferen Sinn, zumindest für die fossile Energiewirtschaft. Nicht nur, dass wieder dazu verleitet wird, in die veralteten Technologien zu investieren, es wird auch noch darüber hinaus versucht, Schaden zu verursachen.

Ab 2028 soll eine verpflichtende Quote von 10% Biomethan in Heizungen verwendet werden. Das wäre dann das Biogas, das eigentlich viel besser eingesetzt wäre als Regelenergie für die Stromerzeugung. Aber wenn man das in Heizungen verbrennt, dann stellt man sicher, dass keine ungeliebte Konkurrenz für die Gaskraftwerke entsteht, die man haufenweise bauen möchte.

Gleiches gilt auch für das „Grünöl“ (scheußlich dämlicher Begriff). Auch das muss natürlich irgendwo her kommen und steht in Konkurrenz mit anderen Anwendungen, z.B. für klimaschonenden Flugzeugtreibstoff. Wenn man Grünöl ineffizient in Heizungen verbrennt, bleibt an anderer Stelle mehr Bedarf für fossile Energieträger.

Mit grünem Wasserstoff ist es genauso. Werden genug Leute in die Falle gelockt, dann wird wertvoller Wasserstoff verheizt, statt diesen für wichtige Dinge zu nutzen, wie z.B als Rohstoff für die chemische Industrie.

Dabei ist „brennen“ zum Heizen eine eher schlechte Idee. Eine Wärmepumpe schafft für jede kWh Strom ganze 3-4 kWh an Wärme in ein Gebäude. Verbrennt man etwas zum Heizen, dann kommt etwas weniger als 1 kWh Wärme pro kWh Brennwert an, denn ein Teil geht immer mit dem Abgas verloren.

Also wirklich schlau eingefädelt: Man schafft ein Phantasiegebilde, das Fehlinvestitionen auslöst, die dann für viel Geld Ressourcen verbrauchen, die an anderer Stelle viel besser eingesetzt wären. Damit ist dann sichergestellt, dass der Bedarf an fossilen Energieträgern nicht so schnell sinkt. So kann man sich noch so sehr anstrengen voran zu kommen, es wird an anderer Stelle bereits verhindert.

Das Titelbild wurde mit Grok erstellt.

„Denn sie wissen genau was sie tun“ ist eine Artikelreihe die sich mit den schmutzigen Tricks befasst, mit denen versucht wird das Zeitalter der fossilen Energieträger zu verlängern:

Teil 8: Endgame
Teil 9: Was tun wenn es brennt?